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Pomade selber machen - Rezept mit Bienenwachs und Jojobaöl

Barbara Reich

Barbara Reich

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15. April 2026

Alles für die Bartpflege: Rasierpinsel, Schale, Öl und eine kleine Dose, die perfekt zum pomade selber machen ist.

Wer Pomade selber machen will, braucht dafür keine lange Zutatenliste. Entscheidend ist eine saubere Balance aus Wachs, Butter und Öl, damit die Masse Halt gibt, sich aber noch leicht verteilen lässt. In diesem Artikel zeige ich dir, welche Basis in der Naturkosmetik wirklich funktioniert, wie du die Pomade Schritt für Schritt herstellst und wie du Konsistenz, Glanz und Halt an deinen Haartyp anpasst.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

  • Die einfachste DIY-Lösung ist eine wasserfreie Pomade. Sie ist deutlich unkomplizierter als ein Produkt mit Wasserphase.
  • Für ein gut funktionierendes Grundrezept reichen meist Bienenwachs, Sheabutter und ein stabiles Pflanzenöl.
  • Jojobaöl ist für viele Rezepte sinnvoll, weil es leicht wirkt und relativ stabil bleibt.
  • Die Konsistenz steuerst du vor allem über das Verhältnis von Wachs zu Öl.
  • Bei sauberer Herstellung und trockener Entnahme hält eine solche Pomade in der Praxis oft mehrere Monate.
  • Sobald Wasser, Hydrolate oder Aloe dazukommen, brauchst du ein anderes System mit Konservierung.

Was eine natürliche Pomade von Wachs und Paste unterscheidet

Bevor ich an die Rezeptur gehe, trenne ich gern drei Dinge sauber voneinander: Pomade, Haarwachs und matte Paste. Die Unterschiede sind nicht nur sprachlich wichtig, sondern entscheiden am Ende darüber, ob du mit dem Ergebnis zufrieden bist. Eine gute Pomade soll das Haar formen, aber nicht hart machen; sie darf flexibel bleiben und meist auch einen leichten Glanz hinterlassen.

Genau deshalb ist eine wasserfreie Formulierung für den Einstieg so sinnvoll. Sie ist einfacher herzustellen, leichter zu lagern und braucht in der Regel keine klassische Konservierung. Sobald du Wasser oder wasserhaltige Rohstoffe einarbeitest, wird aus dem simplen Stylingprodukt schnell eine deutlich heiklere Emulsion.

Produkt Wirkung Finish Für wen passend
Pomade Flexibler Halt, nachformbar Meist leicht glänzend Wenn du Struktur willst, ohne das Haar zu versteifen
Haarwachs Mehr Griff und oft stärkerer Halt Von natürlich bis eher fest Wenn die Frisur länger sitzen soll
Matte Paste Textur und Volumen Eher matt Wenn Glanz unerwünscht ist und ein trockener Look besser passt

Für Naturkosmetik finde ich die Pomade oft den besten Mittelweg: pflegend genug, um nicht auszutrocknen, aber formgebend genug, um im Alltag tatsächlich etwas zu bringen. Wenn dir diese Richtung zusagt, ist der nächste Schritt die Rezeptur.

Zutaten für pomade selber machen: Kokosöl, Bienenwachs, Jojoba- & Sonnenblumenöl, Vitamin E & Cromollient SCE.

Ein Rezept, das sich im Alltag bewährt

Für einen Einstieg arbeite ich gern mit einer kleinen Testmenge von 50 Gramm. Das reicht, um Konsistenz und Duft zu prüfen, ohne direkt zu viel Material zu verbrauchen. Das Grundrezept unten ist so aufgebaut, dass es sich gut verstreichen lässt und gleichzeitig genug Stand hat, um kurze bis mittellange Frisuren zu formen.

Zutat Menge für 50 g Aufgabe in der Rezeptur Hinweis
Bienenwachs 15 g Sorgt für Halt und Struktur Für stärkeres Hold leicht erhöhen
Sheabutter 15 g Macht die Masse geschmeidiger Kann durch Mango- oder Kakaobutter ersetzt werden
Jojobaöl 15 g Verbessert das Verteilen und bleibt relativ stabil Für Naturkosmetik eine sehr runde Basis
Rizinusöl 5 g Gibt etwas mehr Griff und Glanz Nicht zu hoch dosieren, sonst wirkt die Pomade klebrig

Wenn du magst, kannst du 2 bis 4 Tropfen eines hautverträglichen ätherischen Öls ergänzen. Ich würde das aber nur sehr sparsam tun und bei empfindlicher Kopfhaut auch ganz weglassen. Bei einer naturkosmetischen Pomade ist der Duft nie wichtiger als die Verträglichkeit.

Für mehr Halt kannst du den Wachsanteil um 2 bis 5 Gramm erhöhen und die Ölmenge entsprechend senken. Für ein weicheres, pflegenderes Ergebnis gehst du in die andere Richtung. So lässt sich die Rezeptur erstaunlich präzise anpassen, ohne das Grundprinzip zu verändern.

So rührst du die Pomade sauber an

Was du bereitlegen solltest

  • eine kleine hitzefeste Schüssel oder ein Becherglas
  • einen Topf für das Wasserbad
  • eine Feinwaage
  • einen sauberen Spatel oder Löffel
  • ein trockenes Tiegelchen oder eine kleine Metalldose

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So gehst du vor

  1. Wiege alle Zutaten exakt ab. Bei kleinen Mengen macht schon ein Gramm Unterschied spürbar etwas aus.
  2. Erhitze das Bienenwachs im Wasserbad langsam, bis es vollständig geschmolzen ist.
  3. Gib Sheabutter dazu und rühre, bis keine festen Stücke mehr sichtbar sind.
  4. Füge Jojobaöl und Rizinusöl hinzu und mische die Masse gleichmäßig.
  5. Nimm die Schüssel vom Herd, sobald alles klar und homogen ist.
  6. Wenn du Duftöl verwenden willst, rühre es erst ganz zum Schluss ein, wenn die Masse nicht mehr kochend heiß ist.
  7. Fülle die Pomade in den sauberen Behälter und lasse sie bei Raumtemperatur fest werden.

Ich arbeite dabei bewusst langsam. Zu starkes Erhitzen bringt bei Naturkosmetik selten einen Vorteil, kann aber die Textur unruhig machen. Wenn die Mischung einmal zu schnell anzieht, kannst du sie einfach noch kurz im Wasserbad anwärmen. Genau diese Korrekturfähigkeit ist einer der Gründe, warum wasserfreie Stylingprodukte so angenehm zu rühren sind.

Haltbarkeit, Anpassung und typische Fehler

Eine wasserfreie Pomade ist in Sachen Haltbarkeit deutlich dankbarer als ein Produkt mit Wasser. Bei sauberer Herstellung, trockener Entnahme und kühler, dunkler Lagerung halte ich in der Praxis oft 6 bis 12 Monate für realistisch. Mit sehr stabilen Ölen kann es auch länger gut gehen, mit empfindlicheren Ölen entsprechend kürzer.

Sobald Wasser, Aloe oder Hydrolate enthalten sind, ändert sich die Lage grundlegend. Dann reicht eine einfache DIY-Mischung nicht mehr aus, weil Mikroorganismen deutlich leichter wachsen können. Genau hier scheitern viele Rezepte, die im Netz gut aussehen, im Alltag aber keine solide Haltbarkeit haben.

Problem Wahrscheinliche Ursache Praktische Lösung
Zu hart Zu viel Wachs oder zu wenig Öl 2 bis 5 g Öl ergänzen und erneut sanft schmelzen
Zu weich Wachsanteil zu niedrig 2 bis 5 g Wachs nacharbeiten
Körnige Textur Butter zu schnell abgekühlt Noch einmal schmelzen und beim Abkühlen ruhiger rühren
Klebrig oder schwer Zu viel Rizinusöl oder sehr schwere Öle Rizinusöl reduzieren und Jojobaöl als Basis nutzen
Reizt die Kopfhaut Zu viel Duft oder empfindliche Haut Ätherische Öle weglassen und vorher am Unterarm testen

Ich achte außerdem darauf, möglichst stabile Pflanzenöle zu verwenden. Jojobaöl ist dafür oft die vernünftigste Wahl, weil es sich gut einarbeiten lässt und nicht so schnell kippt wie manche empfindlicheren Öle. Wenn du eine sehr matte Oberfläche möchtest, kannst du mit 1 bis 2 Gramm Kaolin arbeiten; das macht die Mischung griffiger, aber auch etwas trockener. Zu viel davon nimmt der Pomade schnell ihre angenehme Geschmeidigkeit.

Ein häufiger Fehler ist übrigens, die eigene Pomade direkt nach dem Abkühlen zu beurteilen. Viele Rezepte wirken erst nach einigen Stunden wirklich stabil. Ich würde sie deshalb immer erst am nächsten Tag testen, bevor ich die Rezeptur als gelungen oder gescheitert einordne. Genau dort zeigt sich oft, ob das Verhältnis von Wachs und Öl wirklich passt.

Worauf ich bei einer selbst gemachten Pomade am Ende am meisten achte

Für mich ist der größte Vorteil einer selbst gerührten Stylingpomade nicht nur der natürliche Ansatz, sondern die Kontrolle über das Ergebnis. Du bestimmst, ob das Produkt eher weich und pflegend, griffig und formstark oder bewusst etwas matter ausfällt. Das ist deutlich sinnvoller, als blind irgendein Rezept zu übernehmen, das zwar im Glas gut aussieht, im Haar aber nicht funktioniert.

Wenn du regelmäßig damit arbeitest, lohnen sich drei einfache Gewohnheiten: kleine Chargen ansetzen, das Herstellungsdatum notieren und die Entnahme immer mit trockenen Fingern oder einem sauberen Spatel erledigen. So bleibt die Qualität stabil, und du merkst schnell, welche Anpassung wirklich einen Unterschied macht. Für die meisten Alltagsanwendungen ist die wasserfreie Naturkosmetik-Version die vernünftigste Lösung.

Wer später mehr will, kann die Rezeptur in Richtung festeres Wachs, mehr Pflege oder mattes Styling weiterentwickeln. Für den Anfang reicht aber eine klare, robuste Basis völlig aus, und genau damit bekommst du eine Pomade, die im Alltag nicht nur natürlich klingt, sondern auch zuverlässig funktioniert.

Häufig gestellte Fragen

Eine Pomade soll das Haar flexibel formen und meist einen leichten Glanz hinterlassen, ohne es hart zu machen. Haarwachs gibt oft mehr Griff und häufig stärkeren Halt, während matte Paste eher Textur und Volumen mit trockenem Finish liefert. Für den Einstieg ist eine wasserfreie Pomade besonders praktisch, weil sie einfacher herzustellen und leichter zu lagern ist.

Das bewährte Grundrezept besteht aus 15 g Bienenwachs, 15 g Sheabutter, 15 g Jojobaöl und 5 g Rizinusöl. Bienenwachs sorgt für Struktur, Sheabutter macht die Masse geschmeidiger, Jojobaöl verbessert das Verteilen und Rizinusöl gibt etwas mehr Griff und Glanz. Optional kannst du am Ende 2 bis 4 Tropfen eines hautverträglichen ätherischen Öls ergänzen.

Für mehr Halt erhöhst du den Wachsanteil um 2 bis 5 g und senkst die Ölmenge entsprechend. Wenn die Pomade weicher und pflegender werden soll, gehst du in die andere Richtung und nimmst etwas mehr Öl. Für ein matteres Ergebnis kannst du zusätzlich 1 bis 2 g Kaolin einarbeiten, solltest aber nicht zu viel davon verwenden, damit die Masse geschmeidig bleibt.

Wiege alle Zutaten genau ab und schmelze zuerst das Bienenwachs im Wasserbad. Danach rührst du die Sheabutter ein, bis keine festen Stücke mehr sichtbar sind, und gibst dann Jojobaöl und Rizinusöl dazu. Duftöl kommt erst ganz zum Schluss hinein, wenn die Mischung nicht mehr kochend heiß ist. Anschließend füllst du die Pomade in ein trockenes, sauberes Tiegelchen und lässt sie bei Raumtemperatur fest werden.

Bei sauberer Herstellung, trockener Entnahme und kühler, dunkler Lagerung hält eine wasserfreie Pomade in der Praxis oft 6 bis 12 Monate. Zu hart wird sie meist durch zu viel Wachs, zu weich durch zu wenig Wachs, und eine körnige Textur entsteht oft durch zu schnelles Abkühlen der Butter. Klebrigkeit kommt häufig von zu viel Rizinusöl, und bei empfindlicher Kopfhaut solltest du Duftstoffe lieber weglassen.
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bienenwachs sheabutter jojobaöl pomade rizinusöl

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Autor Barbara Reich
Barbara Reich
Mein Name ist Barbara Reich und ich habe über 10 Jahre Erfahrung im Bereich natürliche Gesundheit, Hausmittel und Kräuter. Mein Interesse an diesen Themen begann in meiner Kindheit, als ich oft mit meiner Großmutter in ihrem Garten verbrachte und die heilenden Eigenschaften von Pflanzen entdeckte. Diese Faszination hat mich nie verlassen und motiviert mich, mein Wissen weiterzugeben. Ich schreibe über verschiedene Hausmittel und die Anwendung von Kräutern, um Menschen dabei zu helfen, ihre Gesundheit auf natürliche Weise zu unterstützen. Dabei lege ich großen Wert auf die Überprüfung von Quellen und die Analyse von Informationen, um komplexe Themen verständlich zu machen. Mein Ziel ist es, aktuelle und nützliche Informationen zu bieten, die meinen Lesern helfen, informierte Entscheidungen zu treffen.
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